Synoptische Übersicht Kurzfrist - täglich 08 und 18 Uhr UTC

syn Vorhersage

Synoptische Uebersicht - Kurzfrist

T
ausgegeben am Mittwoch, den 01.02.2023 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen

NWzVor allem im Norden und Osten immer wieder stürmische Böen, an den Küsten Sturmauf den Bergen schwere Sturmböen. Heute auch einzelne Gewitter mit Böen Bft 8 bis 10. An den Alpen und im Bayerwald oberhalb von 800 bis 1000 m kräftige Schneefälle, in Staulagen bis in den Unwetterbereich.

Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC


 Mittwoch... befindet sich Deutschland an der Südwestflanke eines umfangreichen Höhentrogkomplexes über Nord und Osteuropa unterhalb einer relativ glatten nordwestlichen Höhenströmung, wobei etwa ab den Abendstunden in 300 hPa der Jetstream von der Nordsee über den Westen und die Mitte des Landes gegen die Alpen gerichtet ist. Eingebettet in diese Höhenströmung sind mehrere kurzwelligeTroganteile, von denen ein erster in den kommenden Stunden den Norden und Osten des Vorhersagegebietes überquert und ein weiterer, etwas besser konturierter bereits am Nachmittag und Abend folgt. Nordöstlich des Jetstreaks gelegen wurdeninzwischen weite Teile des Vorhersagegebietes von hochreichend kalter Meeresluftpolaren Ursprungs geflutet, die Temperatur in 500 hPa bewegt sich heute um 12 UTC
zwischen 28 Grad im Südwesten und 36 Grad im äu0ersten Nordosten, während in 850 hPa meist Werte zwischen 3 und 6 Grad erreicht werden. Entsprechend istdie Luftmasse außer im Südwesten hochreichend indifferent bzw. leicht labil geschichtet und es entwickeln sich immer wieder Schauer, die teils bis in tiefe Lagen mit Graupel bzw. Schnee vermischt sind. Dabei verlagert sich die Hauptschaueraktivität im Tagesverlauf allmählich vom Nordwesten und Norden auch in die östlichen und mittleren Landesteile, während es im Südwesten und Süden nur vereinzelt Schauer gibt und oft trocken bleibt. Auch Gewitter sind mit von der Partie. Bei Höhenwinden um 50 kn in 900 bis 850 hPa und entsprechend markanter hochreichender Scherung (30 bis 40 m/s 0 bis 5 km, 15 bis 20 km 0 bis 1 km) können diese durchaus auch mal organisiert auftreten, dann ist auf jeden Fall mit Sturmböen, vereinzelt auch mit schweren Sturmböen zu rechnen.Auch sonst spielt der Wind heute warntechnisch natürlich die dominierende Rolle:Im Bodenfeld liegen wir nämlich ähnlich wie in der Höhe an der Südwestflankeeines Tiefdruckkomplexes mit mehreren Kernen über Skandinavien. Gleichzeitig reicht ausgehend von einem kräftigen Hoch über dem Seegebiet westlich der Biskaya ein kräftiger Keil über Frankreich bis nach Südwestdeutschland. Dazwischen bleibt ein veritabler Gradient über dem Vorhersagegebiet aufrecht, sodass es verbreitet steife, in freien Lagen sowie im Tagesverlauf vor allem auch in einem Streifen vom Nordwesten bis in die mittleren Landesteile oft auch stürmische Böen aus West bis Nordwest gibt. Im Nordseeumfeld, in Schauern sowie in den Kammlagen der Mittelgebirge bzw. der Alpen gibt es Sturmböen, auf exponierten Gipfeln schwere Sturm bis orkanartige Böen. Mit Abzug bzw. beginnendem Auffüllkomplex eines der Tiefkerne über dem Baltikum (OLEG II) nimmtder Wind am Nachmittag bzw. Abend im Osten und Süden vorübergehend ab, im Nordwesten deutet sich in den Abendstunden aber bereits wieder deine Windzunahmean, da das Tiefdruckgebiet "OLEG I" über dem Skagerrak mit dem oben beschriebenen herannahenden kurzwelligen Troganteil noch einigermaßen interagieren kann und abends mit einem Kerndruck von unter 995 hPa über dem Kattegat anlandet, wobei der Bodentrog dann die Deutsche Bucht erreicht und dorthäufiger auch schwere Sturmböen auftreten.Die Schneefallgrenze schwankt meist zwischen 400 und 600m, an den Alpen eher um 800 m, wobei es in kräftigeren Schauern auch in tieferen Lagen kurzzeitig mal Glätte durch Graupel und Schneematsch geben kann. In den Mittelgebirgen oberhalb von etwa 600 m fallen je nach Anstauung 1 bis nahe 10 cm Neuschnee, in den Kammlagen gibt es weiterhin Verwehungen.Die Höchstwerte liegen meist zwischen 4 und 9 Grad, oberhalb von etwa 700 bis 800 m gibt es leichten Dauerfrost.
  In der Nacht zum Donnerstag zieht OLEG I weiter nach Nordwestpolen und füllt sich dabei nur zögernd auf. Der markant ausgeprägte Bodentrog streift vor allem den Nordosten Deutschlands. Die Gradietverschärfung führt dort zu einer erneutenWindzunahme, so dass es vorübergehend bis weit ins Binnenland für stürmische Böen und einzelne Sturmböen reicht, an der vorpommerschen Ostseeküste auch für schwere Sturmböen. Gleichzeitig setzt mit Annäherung eines Höhenrückens, der morgens die Britischen Inseln erreicht, vor allem im Westen und Süden des Landeskräftige WLA ein, die im Bodenfeld den nach Südwestdeutschland gerichteten Hochkeil stützt und sogar noch etwas verstärkt. Das führt auch im Südosten zu einer vorübergehenden Gradientverschärfung, so dass auch dort häufiger steife, im Alpenvorland auch einzelne stürmische Böen auftreten.
 Am Rande sei erwähnt, dass UK10 das Tief noch etwas weiter westlich und den Bodentrog schärfer simuliert und nach Lesart des Modells man noch etwa 1 Bft aufdie von den anderen Modellen simulierten Windstärken draufsatteln kann.Im Laufe der zweiten Nachthälfte und der Frühstunden nimmt der Wind dann aber bereits wieder ab, morgens reicht es wohl nur noch an der Ostsee, im östlichen Alpenvorland und in den Kammlagen der Mittelgebirge für stürmische Böen, auf exponierten Gipfeln gibt es weiterhin Sturmböen.Mit Durchschwenken des Troges gibt es im Norden und Osten auch noch einzelne Schauer, die nach wie vor von Graupelgewittern begleitet werden können und dann auch entsprechenden Böen. Insgesamt klingen die Schauer dort aber allmählich ab,zumal sich im Nordosten auch der Skandenlee bemerkbar macht und die Wolken stärker auflockern.In der Südwesthälfte gestaltet sich die Niederschlagsentwicklung dagegen durchaus spanender. Mit Annäherung des Höhenrückens an die Britischen Inseln steilt die Höhenströmung insgesamt über Mitteleuropa etwas auf, der Jetstream kommt allmählich nach Osten voran und ist zunehmend senkrecht vor allem gegen die Zentral und Ostalpen gerichtet. Gleichzeitig schleift von Nordwesten her die Warmfront eines Tiefs westlich von Island allmählich in den Westen und in die Mitte des Vorhersagegebietes. Die kräftige WLA wird zwar kaum dynamisch gestützt, so dass der Hebungsantrieb nicht allzu markant ausfällt, dennoch ist die Luftmasse hochreichend feuchtegesättigt, so dass es in der gesamten Südwesthälfte verbreitet Niederschläge gibt, die in den Staulagen zunächst der westlichen und zentralen Mittelgebirge, dann aber vor allem von Bayerwald und Alpen länger anhalten und sich intensivieren. Da diese Staulage mit nur wenigen Unterbrechungen zumindest an den Alpen bis mindestens Samstagabend andauert, kommen dort zumindest in höheren Lagen, oberhalb von etwa 1000 m, und im Oberallgäu bzw. in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen Schneemengen zusammen, die auf jeden Fall die Kriterien für eine Unwetterwarnung erfüllen. Entsprechend wird die bereits laufende Vorabinformation in den kommenden Stundenerst einmal teilweise "scharfgeschaltet".Bis Donnerstagfrüh fallen die Niederschlagsmengen in der Südwesthälfte allerdings noch nicht allzu ergiebig aus. Dabei sind große Unterschiede zwischenLuv und Lee ausmachen. Im Lee fallen oft nur wenige Zehntel mm, in den Nordweststaulagen der Mittelgebirge und der Alpen dagegen 5 bis 15 l/qm, gebietsweise auch schon an die 20 l/qm. Kompliziert gestaltet sich auch die Abschätzung der Schneefallgrenze. Die beginnende Milderung macht sich niedertroposphärisch noch nicht so bemerkbar, in 850 hPa steigt die Temperatur auf Werte zwischen 2 Grad im Westen und knapp 5 Grad im Luv der ostbayerischenMittelgebirge. Vor allem dort kann es auch noch bis in tiefe Lagen schneien, im Westen und Südwesten steigt die Schneefallgrenze dagegen auch in den Mittelgebirgen bis in die Kammlagen, an den Alpen auf etwa 600 bis 800 m. Darüber fallen bis Donnerstagfrüh meist 1 bis 5 cm Neuschnee, in den Staulagen des Bayerwaldes und der Alpen aber bereits bis an die 20 cm.Die Nacht verläuft in den Niederungen frostfrei, oberhalb von etwa 400 bis 800 mkann es dagegen leichten Frost und Glätte geben.

 Donnerstag... kommt der zunehmend breit aufgestellte Höhenrücken über Westeuropakaum weiter nach Osten voran, insgesamt nimmt die nordnordwestliche Höhenströmung über dem Vorhersagegebiet durch die nach wie vor kräftige WLA einezunehmend antizyklonale Kontur an. Der nach wie vor kräftige Jetstream (teils über 130 kn in 300 hPa) ist mehr und mehr senkrecht gegen die Ostalpen gerichtet, was zusammen mit der WLA für eine ausgeprägte Staulage mit erheblichen Neuschneemengen spricht.Höhenströmungsparallel eingebettet, kommt die Warmfront des Tiefs bei Island kaum ostwärts voran, sondern arbeitet sich allmählich nach Südosten vor. Sie reicht abends in etwa von der Deutschen Bucht bis in den ostbayerischen Mittelgebirgsraum bzw. in den zentralöstlichen Alpenraum. Vor allem in einem Streifen vom Emsland über die zentralen Mittelgebirge bis nach Ostbayern regnet es teils länger anhaltend, wobei auch außerhalb der Staulagen etwa 5 bis 15 l/qmin 12 Stunden simuliert werden. In den Staulagen kommen über 15 l/qm zusammen, gebietsweise auch über 20 l/qm, an den Alpen zumindest im Oberallgäu und im Chiemgau bzw. Berchtesgadener Land an die 30 l/qm. In einigen westlichen bzw. zentralen Mittelgebirgslagen werden somit die Kriterien für 24stündigen Dauerregen (Zeitraum Donnerstag, 00 UTC
bis Freitag, 00 UTC
) zumindest angekratzt, vereinzelt auch gerissen.Die Schneefallgrenze steigt an den Alpen und im ostbayerischen Mittelgebirgsraumaufgrund der Anstauung nur zögernd an, wobei sich deren Abschätzung als sehr kompliziert gestaltet. Je nach Durchgreifen des Windes kann diese durchaus zwischen 500 und 900 m schwanken. Oberhalb von 800 bis 1000 m dürften die Mengenin Staulagen nun eventuell auch im Bayerischen Wald die Kriterien für eine Unwetterwarnung erfüllen, wobei sich für Lagen oberhalb von 1000 m nicht unbedingt eine solche aufdrängt, zumal dann nur Gipfellagen betroffen wären.Präfrontal, im Nordosten bleibt es noch weitgehend trocken, wobei sich vor allemim Ostseeumfeld auch länger die Sonne zeigen kann. Im Tagesverlauf lassen die Regenfälle dann auch westlich des Rheins und im Südwesten nach.Der anfangs im Osten noch lebhafte Nordwestwind lässt dort mit Annäherung der Warmfront allmählich nach, in der Lausitz kann es aber noch bis zum Nachmittag steife Böen geben. Im Warmsektor legt er dagegen im Südwesten und Süden wieder zu mit einzelnen steifen Böen in freien Lagen, im Alpenvorland auch mit stürmischen Böen aus Südwest bis West. In den Gipfellagen einiger Mittelgebirge gibt es stürmische Böen bzw. Sturmböen, in den Hochlagen der Alpen schwere Sturmböen, auf exponierten Gipfeln Orkanböen. In freien Lagen oberhalb von 1000 m kommt es dort zu erheblichen Verwehungen und Verfrachtungen des Schnees.Die 850 hPaTemperatur steigt im Warmsektor auf 4 Grad im Bayerwald und 0 Grad im Westen, im Nordosten bleibt es mit etwa 5 Grad noch etwas kälter. Somit liegen die Höchstwerte zwischen 2 Grad am Bayerwald und 9 Grad am Rhein.
  In der Nacht zum Freitag verlagert sich ein Kurzwellentrog vom Seegebiet südlichIslands zur norwegischen Küste, rückseitig kann sich der Höhenrücken wieder regenerieren. Über dem Vorhersagegebiet bleiben die kräftige nordnordwestliche Höhenströmung und die markante WLA somit aufrecht, wobei sich der Jetstream allmählich etwas nach Osten verlagert. Entsprechend kommen auch die Warmfront und die ergiebigsten Niederschläge über dem Vorhersagegebiet ein wenig nach Osten voran und greifen nun auch auf die Osthälfte über, während sie im Westen und Südwesten im Warmsektor weiter abklingen.Außer ganz im Nordosten sowie im Westen und Südwesten werden verbreitet um 5 l/qm, gebietsweise um 10 l/qm in 12 Stunden simuliert, in den Staulagen des Harzes, zunehmend aber auch des Westerzgebirges zwischen 10 und 20 l/qm am östlichen Alpenrand und in den ostbayerischen Mittelgebirgen auch mehr. Die Schneefallgrenze steigt dabei auch im Erzgebirge allmählich bis in die Kammlagen, so dass sich auch dort bis Freitagabend zusammen mit Schmelzwasser eine Dauerregenwarnung anbieten könnte. Auch im Bayerischen Wald und an den Alpen dürfte die Schneefallgrenze noch etwas ansteigen, im Allgäu undWerdenfelser Land, wo die Niederschläge nachlassen, wohl auf nahe 1000 m, nach Osten zu schwankt sie eher zwischen 400 und 800 m, je nach Windanfälligkeit. Vorallem in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen können in Staulagen oberhalb von 1000 m nochmals 30 bis 50 cm Neuschnee in 12 Stunden fallen, im Bayerwald etwas weniger.Der Wind weht im Warmsektor in freien Lagen nach wie vor lebhaft aus westlichen Richtungen mit einzelnen steifen Böen, im Nordseeumfeld und in höheren Lagen auch mit stürmischen Böen. In den Kamm und Gipfellagen der im Warmsektor gelegenen Mittelgebirge gibt es Sturmböen, exponiert und auf den Alpengipfeln schwere Sturmböen. Vor allem in den Hochlagen der Alpen gibt es nach wie vor starke Verwehungen und Verfrachtungen, was in erster Linie für den Lawinenwarndienst von Interesse sein dürfte.Im Nordosten ist es längere Zeit aufgelockert bewölkt und bevor die Regenfälle dort reinkommen, kann es gebietsweise leichten Frost geben, was ein geringes Risiko für gefrierenden Regen zur Folge hat, worauf die Modelle aber nicht so recht anspringen wollen. Ansonsten verläuft die Nacht aber frostfrei.

 Freitag... verlagert sich der Kurzwellentrog rasch von Südwestnorwegen über Südschweden bis nach Südpolen und streift dabei auch den Nordosten Deutschlands.Vorderseitig ist markante PVA wirksam und kann veritablen dynamischen Hebungsantrieb generieren.Entsprechend entwickelt sich entlang der Warmfront bereits in der Nacht zum Freitag ein kleinräumiges Bodentief im Lee des Norwegischen Küstengebirges über dem Skagerrak und zieht über die westliche Ostsee bis zum Abend nach Südpolen, wobei es etwa um die Mittagszeit den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht. Dabei gibt es noch Modelldifferenzen: Insgesamt hat ICONEU zwar die westlichsteZugbahn (unmittelbar östlich von Rügen mit einem Kerndruck von etwa 1007 hPa) auf der Agenda, während IFS, GFS und UK10 das Tief etwas weiter östlich nach Süden ziehen lassen, dafür mit einem niedrigeren Kerndruck (UK10 um 1000 hPa).Allen Modellen gemein ist allerdings das Übergreifen der Kaltfront des Tiefs im Laufe des Nachmittags auf die Nord und Osthälfte. Vor allem präfrontal dauern die Niederschläge noch an, im Stau des Erzgebirges auch noch nach Frontpassage, in erster Linie nach Lesart des ICONEU kommen dort bis zum Abend mehr als 25 l/qm in 12 Stunden zusammen. Unklar ist noch, wieviel davon noch bis in höhere Lagen als Regen fallen bzw. nach Frontpassage als Schnee bis in tiefere Lagen um400 m. Der Kaltfront folgt nämlich ein Schwall maritimer Polarluft, die die 850 hPaTemperatur auf 3 bis 5 Grad fallen lässt. Ansonsten treten postfrontal nurnoch vereinzelte Regen und Graupelschauer auf, vielerorts bleibt es auch trocken.Wenig bis gar kein Regen fällt auch im Westen und Südwesten. Dort kann sich der durch den nun auf die Britischen Inseln und die westliche Nordsee übergreifendenHöhenrücken gestützte Bodenhochkeil noch verstärken und es dominiert zunehmend Absinken. Auch im Südosten klingen die Niederschläge vorübergehend ab. An den Alpen kommen lediglich im Berchtesgadener Land noch um die 5 l/qm zusammen, im Stau des Bayerwaldes fallen dagegen nochmals 10 bis 20 l/qm. Die 850 hPaTemperatur steigt dabei allmählich auf Werte um 0 Grad, so dass es auch dortsogar in Luvlagen vorübergehend bis nahe 1000 m regnet.Mit Passage des Randtiefs verschärft sich der Gradient und der Wind legt deutlich zu. Außer in den Niederungen West und Südwestdeutschlands gibt es verbreitet steife, in der Osthälfte sowie in freien Lagen vor allem ab mittags auch stürmische Böen aus West bis Nordwest. Im Ostseeumfeld sowie in den Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen muss mit Sturm, auf exponierten Gipfeln mit schweren Sturmböen gerechnet werden.Insgesamt bleibt es mild mit Höchstwerten zwischen 3 Grad in den Bayerwaldtälernund 10 oder gar 11 Grad am Rhein, wo die Wolken vielleicht auch mal auflockern.
  In der Nacht zum Samstag schwenkt der Höhenrücken zur Nordsee und zur Norwegischen See, so dass die Höhenströmung mehr oder weniger auf glatt Nord dreht. Das Bodentief zieht weiter nach Südosteuropa und füllt sich auf, die Kaltfront streift noch den Südosten des Landes, während auf den Westen und Nordwesten bereits die nächste Warmfront übergreift. Vor allem an den Alpen und im Vorland setzen mit Annäherung und Passage der Kaltfront wieder verbreitet teils länger anhaltende Niederschläge ein, wobei die Schneefallgrenze morgens nach Osten zu bis in die Täler sinkt, während sie in den Allgäuer Alpen etwa bei1000 m verharrt. Dort kommen bis Samstagfrüh etwa 10 bis 20 l/qm zusammen, ab dem Werdenfelser Land ostwärts werden aber erneut 15 bis 25, in exponierten Staulagen nach Osten zu nach ICONEU auch teilweise über 30 l/qm simuliert, so dass erneut unwetterartige Neuschneemengen zusammenkommen dürften.Im übrigen Land lassen die Niederschläge dagegen im Laufe der Nacht von Norden her mehr und mehr nach, in den östlichen Mittelgebirgen fallen dabei noch einigeZentimeter Neuschnee, im Westen, wo sich die Warmfront bemerkbar macht, fällt dagegen bis in die Kammlagen etwas Regen.Der Wind lässt trotz Abzug des Tiefs nur zögernd nach, da der markante, nach Südwestdeutschland gerichtete Höhenkeil zunächst noch den veritablen Gradienten aufrecht erhält. Vor allem in den Kamm und Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge und der Alpen gibt es noch bis in die Frühstunden des Samstags Sturmböen aus Nordwest. Bei auflockernder Bewölkung kann es im Nordosten und Osten gebietsweise Frost und Glätte geben.Modellvergleich und einschätzungIm Großen und Ganzen steht der Fahrplan. Im Detail gibt es bei dieser hochkomplexen Gemengelage aber durchaus Unterschiede, was die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete in der kommenden Nacht und am Freitag angeht. Das hat Einfluss auf die Niederschlags und Windprognosen, die im Text meist angesprochen wurden.Die Unwetterwarnungen für den Bayerischen Wald und vor allem für die Alpen sind aufgrund dieser Unsicherheiten erst einmal bis auf den morgigen Freitagfrüh (Alpen) bzw. mittag (Bayerwald) befristet.

Vorhersage und Beratungszentrale Offenbach  Dipl. Met. Jens Winninghoff

Datenbasis : Deutscher Wetterdienst - Text ungekuerzt

Synoptische Übersicht - Kurzfrist

Die Synoptische Übersicht - Kurzfrist zeigt auf der Grundlage der verschiedenen Modellrechnungen die Einschätzung und Entwicklung des Wetterverlaufs für den Zeitraum Heute bis Übermorgen.
Erläuterungen zum Aufbau des Berichtes sowie die Bedeutung der speziellen Begriffe und Abkürzungen finden Sie hier 
 
       Aufbau und Erklärungen  

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