Witterungsberichte

Klimaberichte

 
Klimareferenzperioden
Seit Beginn des Jahres 2021 ist der Zeitraum 1991-2020 die neue WMO-Referenzperiode.
Grundlage für die Abweichung von den langjährigen Mittelwerten und Summen der Monate und Jahre bleibt vorerst die Referenzperiode 1961-1990.
Ergänzend wird die Abweichung von der Referenzperiode 2002 bis 2021 aus dem Witterungsverlauf für Husum-Schobüll angegeben.

Monatswitterungsbericht Husum-Schobüll

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Witterungsverlauf in Husum-Schobüll für den Monat November 2021  
    
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Deutschland :

Ein milder, trockener und sonnenscheinarmer November.
Zumeist hoher Luftdruck hielt Tiefdruckgebiete von Mitteleuropa weitgehend fern.
In der zweiten und zu Beginn der dritten Dekade gab es eine ausgeprägte Inversionswetterlage mit Nebel oder Hochnebel.
- Monatsmitteltemperatur im November 4.7 °C - (+ 0.7 °C),
- Es fielen rund 50 l/m² an Niederschlag, - (75% ),
- die Sonne schien 45 Stunden, - Soll 53 Std.

  Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD) - vorläufige Auswertung

Schleswig-Holstein :
- Monatsmitteltemperatur im November 7.2 °C - Soll 5.0 °C ,
Die wärmste Region
- Es fielen rund 55 l/m² Niederschlag, - Soll 83 l/m²
- die Sonne schien 40 Stunden, - Soll  50 Std.
               
Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD) - vorläufige Auswertung

Husum-Schobüll :
Die November-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab etwas zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Ein durchweg milder trüber November mit zeitweiligem Nieselregen, erst zum Monatsende Abkühlung mit Frost.

Gewitter    = 0
Nebeltage =4

Temperaturen

Monatsmitteltemperatur        7.1 °C
Referenzperiode 1961-1990     +2.1 K
Referenzperiode 2002-2020     + 0.9 K

Die Monatshöchsttemperatur von 13.3 °C wurde am 01. des Monats gemessen.
Die Monatstiefsttemperatur erreichte -2.4 °C am 22. November.
Die niedrigste Erdbodentemperatur von -5.0 °C wurde am 22.11. gemessen.
Frosttage = 3
Bodenfrosttage = 5
Eistage = 0
Reifglätte = 1 
Sommertage (>= 25 °C)  = 0
Heiße Tage  ( >= 30 °C)  = 0
Tropennächte = 0
 
Sonne

Monatssumme      44 Std. 
Refernezperiode 1961-1990    94 %
Referenzperiode 2002-2020    70 %


Niederschlag

Monatssumme                            77 l/m²  (00-24 MEZ)
Referenzperiode 1961-1990       78 %
Referenzperiode 2002-2020       103 %

Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 07. November mit 26.2 mm. ( 00-24 MEZ ).
Es gab an 26 Tagen messbaren Niederschlag von mind. >= 0.1 mm, 
auch abgesetzter Niederschlag.
Schnee = 0
Schneeregen = 0
Graupel/Schneegriesel =1
Hagel = 0
Tau   = 2
Reif  = 2
 
Schnee
   -

Höchste Windgeschwindigkeit
Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 30. mit 54.7 km/h gemessen.
Es gab weder starken noch stürmischen Wind (Windstärke 6 bzw. 8).

( ab 10.12.2019 Ersatzwindmessung in 6 m Höhe )

Die fünf höchsten November Monatsmittel-
temperaturen seit 2002

8,3 °C        2006
8,2 °C        2009
8,1 °C        2015
7,5 °C        2020
7,1 °C        2021

Die fünf niedrigsten November Monatssummen der
Sonnenscheindauer in Std. seit 2002

25,4 h        2009
41,6 h        2008
44,3 h        2021
45,8 h        2019
47,2 h        2010

 
 ©   www.schobuell-wetter.de

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Nordseeküstenbericht

Witterungsbericht Nordseeküstengebiete Oktober 2021​​​​

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 Der Oktober fiel insgesamt milder aus als im klimatologischen Mittel (1961-1990) und brachte gebietsweise ein deutliches Plus an Niederschlag. Die Tageshöchsttemperaturen lagen fast durchweg im zweistelligen Bereich. Die 20-Grad-Marke wurde dabei am 3. Oktober an der Ostsee bei Zufuhr milder Luftmassen aus südlichen Richtungen überschritten. In den Nächten sanken die Lufttemperaturen im Laufe des Monats erwartungsgemäß nur vereinzelt unter den Gefrierpunkt. Besonders ergiebige Niederschläge gab es am 5. Oktober an der Ostseeküste, als der Kern eines Tiefs über den Osten Deutschlands nach Südschweden zog. Ein umfangreicher Tiefdruckkomplex (HENDRIK I bis V) über dem Norden und der Mitte Europas sorgte vom 20. bis 23. Oktober an den Küsten für sehr stürmisches Wetter mit Böen bis zu 11 Bft (Beaufort). Damit verbunden war ein hohes Niederschlagsaufkommen an Nord- und Ostsee.

 Die vergleichenden Angaben im Text beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961-1990

Nordsee

 Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich zwischen 11 und 13,5 °C (Grad Celsius) und lagen damit um meist 1 bis 2 K (Kelvin) über dem vieljährigen Mittel. Die höchsten Temperaturen wurden am 3. Oktober mit knapp 20 °C verzeichnet. In den Nächten sanken die Lufttemperaturen gelegentlich unter die 5 Grad-Marke, vereinzelt auch unter den Gefrierpunkt. Einzelne Frosttage (Minimum der Lufttemperatur unter 0 °C) sind im Oktober aber üblich.
 Das Niederschlagsaufkommen lag bei rund 60 bis 160 mm (Millimeter) und damit verbreitet bis um 60 % (Prozent) über den Durchschnittswerten. Besonders regenreich war es an der nordfriesischen Küste. Hier wurde auch der deutschlandweit höchste Monatsniederschlag verzeichnete: 161,4 mm in Wrixum (Föhr). Tagesniederschläge von mehr als 10 mm ergaben sich an den Stationen an der Nordsee meist an mehreren Tagen. Den deutschlandweit höchsten Tagesniederschlag meldete List auf Sylt mit 39,3 mm am 20. Oktober.
 Die Sonne schien für 95 bis 120 Stunden. Damit wurden die Sollwerte verbreitet bis zu 35 % überschritten.
 Kräftiger Wind mit stürmischen Böen der Stärke 8 bis 9 Bft trat des Öfteren auf, insbesondere aber vom 20. bis 23. Oktober im Bereich des Tiefdruckkomplexes HENDRIK. Am 21. und 22. Oktober wurden dabei Böen bis 11 Bft gemeldet. 

Datenbasis : Deutscher Wetterdienst
auszugsweise Abschrift - Text nicht verändert - Aktualisierung jeweils ab 05. d. Folgemonats

 

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Jahresbericht

Witterungsbericht 2020 für Husum-Schobüll

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Deutschland :
2020 war das zweitwärmstes Jahr seit 1881 – sehr sonnenscheinreich und das dritte zu trockene Jahr in Folge.
Milder Winter und langanhaltende Hitzewelle im August.
- Mit 10,4 Grad Celsius um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Bis auf den Mai fielen alle Monate zu warm aus. Januar, Februar, April und August zeigten dabei
mit einer Abweichung von über 3 Grad die höchsten positiven Temperaturanomalien.
Zwischen dem 5. und 22.August etablierte sich über Deutschland eine teils sehr heiße und feuchte Witterung.
Deutschland erlebte das viertsonnigste Jahr seit Messbeginn
- Mit etwa 1901 Stunden Sonnenschein 120 Prozent über dem Normalwert.
Viel Sonne im Süden, weniger im Norden.
Verbreitet zu trocken, besonders in der Westhälfte
- Mit rund 710 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nur 90 Prozent des Normalwertes.
Damit waren von den letzten 10 Jahren 9 zu trocken.
Die höchsten Jahresmengen gingen mit bis zu 2000l/m² im Schwarzwald und an den Alpen nieder.
Am trockensten blieb es mit unter 500 l/m² in vielen Teilen Nordostdeutschlands.

Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD)

Schleswig-Holstein :
Die Mitteltemperatur lag bei 10,5 °C (8,3 °C) .
der Sonnenschein summierte sich auf etwa 1855 Stunden (1567 Stunden).
Es fielen 733 l/m² (788 l/m²) an Niederschlag.
- Januar: Kurzzeitig Schnee im südl. SH/Hamburg am 28.01.2020
- Februar: In List auf Sylt gab es im Februar 14 Tage mit Sturm .
Herausragend das Starkwindfeld des Orkantiefs „Sabine“ am 09./10./11.02.2020
Spitzenwind an der Westküste um 110 km/h.
Fünf Sturmfluten sorgten für schwere Schäden an der Westküste.
- März: In einer nord/nordöstlichen Strömung bringt am 30. März ein Frontensystem Schneefälle
in das südlichen Schleswig-Holstein, es bildete sich eine Schneedecke bis zu 2 cm.
- Juni: SH gehörte zu den sonnenscheinreichsten Regionen Deutschlands, besonders die Küsten.
Durch die wolkenarmen Phasen im Norden in der zweiten Monatshälfte waren leuchtende Nachtwolken zu beobachten.
- Juli: das kühlste und sonnenscheinärmste Bundesland.
Im Norden gestaltete tiefer Luftdruck über Skandinavien das Wetter meist wechselhaft und relativ kühl.
Zum Monatsende kurzzeitig sommerlich.
- August : Mit Hamburg die sonnenscheinreichste Region Deutschlands.
- September: Mit Hamburg zu den sonnenscheinärmeren Regionen Deutschlands.
- Oktober: sonnenscheinreichste Region Deutschlands.
- November: SH zählte zu den sonnenscheinarmen Gebieten und die zweitniederschlagsreichste Region.
- Dezember: Am 27. brachte Tief „Hermine“ den Küsten schweren Sturm und in der Nacht zum 29. den südlichen Regionen
gebietsweise den ersten Schnee. Schneedecke 2 bis 3 cm .

Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD)

Husum-Schobüll :
Mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,3 °C war das Jahr 2020 neben 2007 das zweitwärmste Jahr seit 2003.
- Jahressumme Niederschlag 947 mm.
Die höchste Tagessumme 35,8 mm ( 00-24 MEZ ) wurde am 26.08. gemessen.
- 1968 Stunden Sonnenschein wurden ermittelt.
Es gab keine Schneedecke, keine Eistage, keine sehr kalten Tage, keine Tropennächte.
- Der Vegetationsbeginn (Grünlandtemperatur) am 28.02.2020.

Januar :
Die Januar-Monatsmitteltemperatur war erheblich zu warm.
Die Niederschlagssumme war deutlich über dem Soll.
Die Sonne schien nur sehr sparsam.
Der Monat war durchweg zu mild, neblig-trüb, nass und teilweise windig.
An 29 Tagen gab es messbaren Niederschlag,
Am 15. gab es im Einflussbereich von Tief Fenja eine Sturmflut.
In Husum wurde das mittlere Hochwasser um 4.23 Uhr um 1,70 Meter überschritten.
Auch die nordfriesischen Inseln waren von der Sturmflut betroffen.

Februar :
Die Februar-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Der Monat war durchweg (jeden Tag) zu warm, viel zu nass und teilweise stürmisch.
Orkantief Sabine bescherte uns 3 Tage lang stürmisches Wetter.
Mehrere Sturmfluten an der Westküste waren das Ergebnis von
zahlreichen Tiefdruckgebieten mit viel Wind und Niederschlag.
Winterliche Erscheinungen waren nur vereinzelt in Form eines Schneeregen/Graupelschauer
zu beobachten.
Vegetationsbeginn am 28.02.2020 - so früh wie nie seit Aufzeichnungsbeginn.

März :
Die März-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Der Monat war bis auf wenige Tage zu warm, bis Mitte des Monats immer mal wieder
leichte bis mäßige Niederschläge, zum Ende des Monats überwiegend trocken
mit viel Sonnenschein und Nachtfrösten.
Vom 12.03. bis 13.03. gelangten wir in den Einflussbereich von Sturmtief Hanna.
An der Westküste wurden Böen um 100 km/h gemessen.
Am 29.03. nur sehr leichter Schneefall, keine Bildung einer Schneedeck

April :
Die April-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Kein gewohntes Aprilwetter. Bis etwa zur Mitte des Monats leichte oder geringfügige Niederschläge,
manchmal nicht messbar, meist in Schauerform, bei April-typischen Temperaturen.
Danach überwiegend ruhiges Sonnenscheinreiches warmes Wetter mit nächtlicher Abkühlung,
oft im Frost/Bodenfrostbereich . Leichte Störungen, meist in Form von schwachen Kaltfronten,
waren fast wirkungslos.
Erst in den letzten 3 Tagen des Monats wurde die lange Hochdruckperiode
durch einen unbeständigen Witterungsabschnitt beendet.
Am 30.04. fiel mit 10 mm der erste bedeutende Niederschlag des Monats.

Mai :
Die Mai-Monatsmitteltemperatur war zu kalt. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Der Mai war fast durchgehend zu kühl, wechselhaft, aber allgemein mit zu geringfügigen Niederschlägen.
Damit war der Mai 2020 einer der trockensten seit Aufzeichnungsbeginn.
Ab 12.05. waren die Eisheiligen deutlich zu spüren.
Erst ganz zum Schluß des Monats sorgte ein stabiles Hoch zumindest tagsüber für angenehme Temperaturen,
die dann die Temperaturstatistik für den Mai etwas nach oben korrigierten.

Juni :
Die Juni-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Wechselhaftes Sommerwetter.
Gewitter und Regen/Hagelschauer traten örtlich auf, berührten den Raum Schobüll weniger.

Juli :
Die Juli-Monatsmitteltemperatur war zu kalt. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer bewegte sich im Normalbereich.
Der gesamte Monat Juli war bis auf ganz wenige Tage in Schobüll zu kühl.
Wechselhaftes Wetter bestimmte den Monat Juli.

August :
Die August-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer war über dem Monatssoll.
Bis zum 22. August waren keine oder nur minimale Niederschläge zu verzeichnen
und die Temperaturen befanden sich auf sommerlichem Niveau,
zeitweise auch schwül-heiß mit viel Sonnenschein.
- Die Monats-Niederschlagssumme bis dahin nur 0.8 mm.
Vom 21. August an meldeten sich die ersten Gewitter über der fernen Nordsee.
Schlagartig ging der späte Sommer mit Schauern/Gewittern und kühleren Temperaturen von da an zu Ende.
Am 26.08. kamen wir in den Einflussbereich des Sturmtiefs "Kirsten", durch die Nähe zum Tiefkern
blieb hier der starke Wind weitestgehend aus.
Allerdings gingen ergiebige Niederschläge in unserer Region nieder.
In den letzten Tagen des Monats zogen auf Grund des warmen Nordseewassers immer wieder Schauer und Gewitter heran,
wobei die Gewitter nur selten über die Station zogen.
- Die Bedingungen für eine Tropennacht wurden nur knapp verfehlt.

September :
Die September Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer war überdurchschnittlich.
Ein ztw. neblig-trüber überwiegend typischer Herbstmonat.

Oktober :
Die Oktober-Monatsmitteltemperatur war zu warm.
Der Niederschlag lag über dem langjährigen Durchschnitt.
Die Sonnenscheindauer bewegte sich im Normalbereich.
Der Oktober war wechselhaft. Tiefdruckgebiete mit feuchten Luftmassen brachten viele Wolken und wiederholt Niederschläge.

November :
Die November-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Ein insgesamt zu warmer und trüber November. Herausragend war der 02. November
mit einer Höchsttemperatur von 17.6 °C und einer Mitteltemperatur von 15.2 °C.
Erst zum Ende des Monats gab es frostige Temperaturen.
Der Einfluss von Sturmtief ETA und Roswitha war nur von kurzer Dauer.

Dezember :
Die Dezember-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Der Niederschlag lag über dem langjährigen Durchschnitt.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich. Ein überwiegend neblig-trüber Monat.
Am 26.12. früh kann es örtlich zu gefrierendem Regen (Glatteis) oder überfrierender Nässe (Eisglätte) gekommen sein.
Nach Sturmtief Hermine am 27.12. führten kleinere Tiefs polare Meeresluft, die sich unterwegs erwärmte, in unseren Raum,
was besonders an der Westküste zu zum Teil ergiebigen Niederschlägen führte.
Der Dezember 2020 ohne weiße Weihnachten.

  weitere Informationen in Form von Grafiken und Tabellen
  zu den einzelnen Monatsberichten

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