Wetter für Nordfriesland

Synoptische Übersicht - Kurzfrist

Die Synoptische Übersicht - Kurzfrist zeigt auf der Grundlage der verschiedenen Modellrechnungen die Einschätzung und Entwicklung des Wetterverlaufs für den Zeitraum Heute bis Übermorgen.
Erläuterungen zum Aufbau des Berichtes sowie die Bedeutung der speziellen Begriffe und Abkürzungen finden Sie hier    
        Aufbau und Erklärungen

Synoptische Übersicht - Mittelfrist

Die Synoptische Übersicht - Mittelfrist zeigt auf der Grundlage der verschiedenen Modellrechnungen die Einschätzung und Entwicklung des Wetterverlaufs für den  Zeitraum 3. bis 7. Folgetag.


    Übersicht Mittelfrist

Synoptische Übersicht Kurzfrist - täglich 08 und 18 Uhr UTC

syn Vorhersage

Synoptische Uebersicht - Kurzfrist


ausgegeben am Donnerstag, den 22.02.2018 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen

HNF aIm Bergland stürmische Böen, exponiert Sturmböen. In den Nächten zunehmende Wahrscheinlichkeit für strengen Frost.

Synoptische Entwicklung bis Samstag 24 UTC


 Donnerstag... reicht ein markanter Höhenkeil westlich des europäischen Festlandes bis weit ins Nordmeer. Demgegenüber steht ein Trog, der von Nordosteuropa bis ins westliche Mittelmeer und nach Nordafrika reicht. Die Strömung über Europa ist somit meridional geprägt und nachhaltig blockiert. Im Bodendruckfeld liegen wir in einer östlichen Strömung zwischen einer Hochdruckzone über Nordeuropa und tiefem Luftdruck über dem Mittelmeer. Mit ihr gelangt trockene, zunächst mäßig kalte Festlandsluft nach Deutschland. Vor allem über der Mitte und dem Süden ist der Druckgradient recht gut ausgeprägt. Die höchsten Windgeschwindigkeiten dürften im Hochschwarzwald zu finden sein, wo inversionsbedingt Sturmböen, auf dem Feldberg schwere Sturmböen auftreten. Sonst werden auf den Kammlagen der zentralen und südlichen Mittelgebirge stark böige bis stürmische Ost bis Nordostwinde erwartet. Im Tiefland fällt der Wind in diesen Bereichen schwächer aus, kann jedoch besondersim Grenzbereich zur Schweiz weiterhin stark böig auffrischen. Ein weiteres Böenmaximum in tieferen Lagen dürfte sich vom Saarland bis zum Thüringer Wald etablieren, wo Im Tagesverlauf diabatische Erwärmung für genügend Labilisierung sorgen sollte, dass Böen der Stärke Bft 7 bis in tiefe Lagen gemischt werden. Weiter im Norden weht der Nordostwind nur schwach. In der trockenen Luftmasse und ohne nennenswerte Hebung bleibt sonnig oder locker bewölkt über der Mitte (abgesehen von zähen Hochnebelfeldern im Nordosten). Zeitweise stärker bewölkt bleibt es über dem Norden Deutschland mit leichten schauerartigen Schneefällen von der Nordsee bis ins nördliche MecklenburgVorpommern. Sie sind ohnehin nicht sonderlich kräftig und lassen bedingt durch schwaches Absinken im Tagesverlauf eher etwas nach. Dichte Bewölkung hält sich auch im Süden, wo es gelegentlich leicht schneien kann mit wenigen Zentimetern Neuschnee in 12 Stunden. Die Höchstwerte liegen zwischen +2 und +5 Grad im Westen und sonst zwischen 0 und +3 Grad, im Dauergrau Süddeutschlands, bei Hochnebel im Nordosten sowie allgemein im Bergland im leichten Dauerfrostbereich.
  In der Nacht zum Freitag steigt das Geopotential über Deutschland geringfügig anund das Mittelmeertief verlagert seinen Schwerpunkt etwas nach Südwesten, sodassdie schwachen Hebungsprozesse über den Alpen sukzessive nachlassen. Die feuchte Luftmasse bleibt jedoch weiterhin unter einer Absinkinversion gefangen, sodass sich die dichte Hochnebeldecke besonders zwischen Alb und Alpenrand zäh halten sollte; einzelne Flocken inklusive. Die Konvektion über der westlichen Ostsee lässt nach, da sich die Luftmasse durch Absinken etwas erwärmt. Somit lockert die zeitweise dichte Bewölkung im Verlauf der Nacht immer weiter auf und abgesehen von örtlichen Schneeschauern an den Küsten bleibt es trocken. Ansonsten ist es gering bewölkt oder klar und entsprechend der zu erwartenden Strahlungsnacht geht die Temperatur deutlich in den Keller. Auf den Inseln und küstennah wird es mit +1 bis 1 Grad noch am "mildesten", sonst aber wird es mit 4 bis 9 Grad frostig kalt. Strenger Frost im Mittelgebirgsraum und vereinzelt ganz im Osten bleibt ein örtliches Phänomen. Der Druckgradient über der Mitte und dem Süden schwächt sich etwas ab, sodass intiefen Lagen die Warnschwellen wohl nicht mehr erreicht werden, in Kammlagen gibt es noch Bft 7 bis 8, auf dem Feldberg Bft 9.

 Freitag... verstärkt sich das Hochdruckgebiet über Skandinavien noch und weitet seinen Einfluss wieder vermehrt nach Deutschland aus, sodass ein ruhiger Wintertag zu erwarten ist. Wir verbleiben in der östlichen Strömung und obwohl in der unteren Troposphäre die Temperaturen vorübergehend sogar gering ansteigen, setzt bodennah die Zufuhr kälterer Luftmassen ein. Meist scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Davon ausgenommen sind dieKüstenbereiche, wo Wolkenfelder durchziehen und erneut die Region zwischen Alb und Alpen, wo Hochnebel den Blick auf die Sonne unterbindet.
 Von einzelnen Schneeflocken aus dem Hochnebelgrau abgesehen bleibt es meist trocken.Die Höchstwerte liegen im Westen zwischen +1 und +5 Grad, sonst zwischen 2 und +2 Grad und leichtem Dauerfrost im Bergland. Der Nordostwind weht über der Mitte und dem Süden mäßig und böig, in Kammlagen zeitweise stark bis stürmisch und sonst im Norden nur schwach.
  In der Nacht zum Samstag halten sich im Süden und im Nordosten stärkere Wolken, aus denen aber kaum Schnee fällt. Sonst bleibt es gering bewölkt oder klar mit leichtem bis mäßigem Frost, im Mittelgebirgsraum auch strengem Frost. Die Wahrscheinlichkeit für strengen Frost in Aufklarungsgebieten steigt etwas an, damit auffrischendem östlichen Wind niedertroposphärisch die Kaltluftadvektion stärker wird. Zugleich werden im Mittelgebirgsraum häufiger stürmische Böen erwartet, während im Süden und Südwesten der Gradient auffächert. Auch an der Ostseeküste Vorpommerns sind Böen der Stärke 7 zu erwarten. Dort sind auch wieder einzelne Schneeschauer möglich.

 Samstag... verschärft sich der Druckgradient über Deutschland durch das weiter sich kräftigende Hochdruckgebiet über Skandinavien. Zugleich wird immer kältere Luft Deutschland geführt. Nachmittags erreicht die 15 Grad Isotherme in 850 hPaden Osten Deutschlands, womit dann kontinentale Arktikluft nach Mitteleuropa einströmen dürfte. Der Höhenkeil wird unterdessen nach Westen zurückgedrängt, da sich der Trog überNordosteuropa mit einem über die Ostsee nach Süden schwenkenden Randtrog beginntnach Mitteleuropa auszuweiten. Die Hebungsantriebe durch positive Vorticityadvektion werden durch KLA meist kompensiert.An der See und im Bergland sind vermehrt starke bis stürmische Böen zu erwarten,im Süden und Westen bis in tiefe Lagen Windböen. Auf einigen exponierten Gipfelnreicht es für Sturmböen.Die Temperaturen steigen meist noch auf +1 bis +5 Grad, wobei die höheren Werte dem Westen und Südwesten vorbehalten sind. Gebietsweise gibt es im Osten und Nordosten schon Dauerfrost, im Mittelgebirgsraum sowieso.Dazu scheint vielfach die Sonne, nur ganz im Süden und im Norden überwiegt starke Bewölkung, aus der vor allem in Küstennähe durch die Labilisierung über dem Wasser auch Schneeschauer auftreten. Diese können mit Advektion der niedertroposphärischen Kaltluft vermehrt kräftiger ausfallen.
  In der Nacht zum Sonntag legt der Wind in Hochlagen des Südens an einer Inversion sogar noch zu, während er in tiefen Lagen etwas abflaut. An der See sind weiter starke bis stürmische Böen zu erwarten. Da es meist klar wird, geht die Temperatur vielfach in den mäßigen Frostbereich zurück. Über der Mitte und dem Osten dürfte es in größeren Bereichen zu strengem Frost reichen, der spätestens dann auch entsprechende Warnungen verdient. Vor allem an der Ostsee kommt es zu weiteren (kräftigen) Schneeschauern, die über SchleswigHolstein auch ins Binnenland vorankommen.

Modellvergleich und einschätzung
Die Entwicklung wird von den vorliegenden Modellen weitgehend ähnlich simuliert.

Vorhersage und Beratungszentrale Offenbach  Dipl. Met. Bernd Zeuschner

Datenbasis : Deutscher Wetterdienst - Text ungekuerzt