Wetter für Nordfriesland

Klimaberichte

Witterungsbericht Nordseeküstengebiete

Witterung Februar 2019

Der Februar war ausgesprochen mild und sonnenscheinreich, wozu insbesondere die über Mitteleuropa dominierenden Hochdruckgebiete beitrugen. Deutschlandweit war es der sonnigste Februar seit Auswertungsbeginn 1951, dicht gefolgt von Februar 2003. An den Küsten begann der Monat mäßig kalt mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, doch das Temperaturniveau stieg rasch an. Von Westen her setzte sich zunächst Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa durch. Mit Verlagerung des Hochs nach Osteuropa wurden dann mehrere Tiefs wetterbestimmend, die Regen und Sturm mit sich brachten, aber auch mildere Meeresluft heranführten. Erwähnenswert ist Sturmtief STEFAN, das am 7. Februar von den Britischen Inseln nach Südskandinavien zog. Ihm folgte THOMAS, welches sich am 9. Februar von der nördlichen Nordsee ebenfalls nach Skandinavien verlagerte. Am 9. Februar erreichten die Tageshöchsttemperaturen an der Küste erstmals in diesem Monat zweistellige Werte. Am 10. Februar sorgte dann Tief UWE für ergiebige Niederschläge, als es vom Ärmelkanal über Norddeutschland zur Ostsee abzog. Dann setzte sich erneut Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa durch. Am Rand des Hochs floss subtropische Warmluft nach Deutschland. Vom 14. bis 18. Februar wurde es tagesüber frühlingshaft warm mit Höchsttemperaturen im zweistelligen Bereich, während es in den Nächten stark abkühlte. Nachdem sich das Hoch nach Südosteuropa zurückgezogen hatte, sorgten Tiefausläufer für unbeständiges Wetter, ehe sich wieder hoher Luftdruck über Mitteleuropa etablierte. Vom 24. bis 27. Februar wurden tagsüber wieder zweistellige Temperaturen erreicht, während die Temperaturen nachts teilweise unter den Gefrierpunkt sanken. Deutschlandweit meldeten zahlreiche Stationen neue Wärmerekorde für Februar, am 27. Februar waren darunter auch einige Küstenstationen an der Nordsee. Mit Abschwächung des Hochs über Mitteleuropa, gelangten kühlere Luftmassen in den Küstenraum, so dass die Tageshöchsttemperaturen am 28. Februar meist deutlich unter denen des Vortages blieben.

Die vergleichenden Angaben im Text beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961-1990.]

Nordsee

Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich zwischen 4,5 und 6 °C. Damit war es um 3 bis 4,5 K wärmer als im Mittel der Jahre 1961-1990. Der Monat startete kühl. Die Tageshöchsttemperaturen lagen am 1. und 2. Februar unter 3 °C und in den Nächten gab es vielfach leichten Luftfrost. Dann stieg das Temperaturniveau an. Ab dem 7. Februar lagen die Tageshöchsttemperaturen bei mehr als 5 °C. Vom 14. bis 18. sowie vom 24. bis 27. Februar war es bei Hochdruckeinfluss tagsüber mit mehr als 10 °C sehr mild, mit Werten von 13 bis 17 °C vielfach auch ungewöhnlich mild. Den Höhepunkt bildete der 27. Februar, als einige Stationen neue Temperaturrekorde für Februar meldeten. In den Nächten sanken die Temperaturen in den beiden genannten Phasen bei klarem Himmel dagegen deutlich ab, wobei gebietsweise leichter Luftfrost auftrat. Die insgesamt sehr milde Februarwitterung zeigte sich insbesondere anhand der geringen Anzahl an Frosttagen (Minimum der Lufttemperatur unter 0 °C) und Eistagen (Maximum der Lufttemperatur unter 0°C). Durchschnittlich treten im Februar etwa 11 bis 16 Frosttage und 4 bis 6 Eistage auf. In diesem Februar gab es keine Eistage und meist nur bis zu 4 Frosttage.

Im Februar fiel verbreitet zwischen 25 bis 45 mm Niederschlag. Diese Werte lagen meist im Bereich der vieljährigen Mittel. Örtlich wurden aber auch Niederschlagsdefizite bis um 30 % verzeichnet. Am Monatsanfang war in den westlichen Regionen zum Teil eine geschlossene Schneedecke von ca. 1 cm Höhe vorhanden, die aber aufgrund der steigenden Temperaturen bereits am 4. Februar verschwunden war. Die ergiebigsten Tagesniederschläge von vielfach 10 bis 20 mm brachte Tief UWE am 10. Februar.

Die Sonne schien im Februar verbreitet zwischen 100 und 120 Stunden. Damit wurden die Sollwerte um meist mehr als 40 % überschritten. Örtlich gab es sogar doppelt so viele Sonnenstunden als im Mittel. Die wärmsten Tage des Monats waren zugleich auch die sonnenscheinreichsten. So zeigte sich die Sonne vom 14. bis 18. und vom 23. bis 27. meist für 7 bis 10 Stunden am Tag.

Stürmischer Wind mit Böen der Stärke 8 bis 10 Bft wehte nur in der ersten Monatshälfte. Die höchsten Böen gab es am 7. und am 9. Februar im Bereich der Sturmtiefs STEFAN und THOMAS.

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