Wetter für Nordfriesland

Klimaberichte

Witterungsbericht Nordseeküstengebiete

Witterung Januar 2018

Das Jahr 2018 begann mit einem sehr milden und nassen Januar. Wie im November und Dezember dominierten Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen. Drei Episoden mit Hochdruckeinfluss sorgten für Nachtfröste, kurz vor Monatsmitte in Vorpommern auch für Dauerfrost. Am 7./8. Januar, verlagerte sich das Zentrum eines Hochs von den Britischen Inseln über Norddeutschland hinweg Richtung Ukraine und brachte den Küsten sonniges und trockenes Wetter mit nächtlichem Luftfrost. Vom 12. bis 15. Januar wurde an der Südwest- bzw. Westflanke eines Hochs über Osteuropa mit östlichen Winden Kaltluft herangeführt. Verbreitet trat leichter bis mäßiger nächtlicher Luftfrost auf, an der Küste Vorpommerns blieben die Temperaturen am 13. und 14. sogar am Tage vielfach leicht unter dem Gefrierpunkt. Nach der kühlen Witterungsphase wurde es ab dem 23. von Westen her deutlich milder. Am 24. Januar stiegen die Tageshöchsttemperaturen bei Zufuhr subtropischer Luftmassen aus Südwesten auf Werte bis um 13 °C. Sowohl an der Nord- als auch an der Ostsee wurden damit örtlich Monatsrekorde aus den Jahren 1999 bzw. 2007 gebrochen. Stürmisch war es vor allem am Monatsanfang und gegen Monatsende. Erwähnenswert ist Sturmtief BURGLIND, das am 3. Januar von der Nordsee zur Ostsee zog und deutschlandweit Schäden, u.a. durch umgestürzte Bäume und Hochwasser, verursachte. Teils noch heftiger wirkte sich am 18. Januar Sturmtief FRIEDERIKE aus, welches sich von den Britischen Inseln über Norddeutschland nach Polen verlagerte. Das Hauptsturmfeld von FRIEDERIKE zog über die Mitte Deutschlands. An den Küsten löste das Sturmtief vor allem starke Niederschläge aus, die zum Teil als Schnee fielen.

[Die vergleichenden Angaben im Text beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961-1990.]

Nordsee

Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich zwischen 3 und 5 °C und lagen um 2 bis 3 K über dem Mittel des Referenzzeitraums 1961-1990. Der Monat begann mit milder Witterung. Bis zum 6. Januar stiegen die Tagestemperaturen meist auf Werte zwischen 5 und 9 °C an. Es folgte eine etwas kühlere Phase, die bis zum 22. andauerte und in der nur noch selten 6 °C und mehr erreicht wurden. In den Nächten gab es in zeitweise leichten Luftfrost bis -4 °C. In Bodennähe trat häufig Frost auf, am 8./9. sogar bis knapp -10 °C. Vom 23. an war es wieder milder. Am Tage stiegen die Temperaturen auf 5 bis 9 °C an, am 24. Januar, dem wärmsten Tag des Monats, sogar bis auf knapp 14 °C. Die Nächte blieben weitgehend frostfrei. Die insgesamt milde Witterung schlug sich in der Häufigkeit von Frost- und Eistage nieder. Mit bis zu 10 Frosttagen (Minimum der Lufttemperatur unter 0 °C) lag deren Anzahl teilweise um 6 bis 13 unter dem vieljährigen Mittel. Eistage (Maximum der Lufttemperatur unter 0 °C), von denen 4 bis 7 erwartet werden, blieben aus.

Der Januar war sehr niederschlagsreich. Die Monatsniederschläge von meist 100 bis 130 mm entsprachen gebietsweise etwa dem Doppelten der vieljährigen Mittelwerte. Besonders ergiebige Niederschläge von 10 bis 20 mm am Tag fielen insbesondere am 2./3., am 18. und am 29. Januar. Am 18. sorgte Sturmtief FRIEDERIKE regional für eine mehrere Zentimeter hohe Schneedecke.

Die Sonne schien meist 30 bis 50 Stunden. Verbreitet wurde damit das Soll nicht erreicht, sondern um bis zu 35 % unterschritten. Die sonnenscheinreichsten Tage waren der 7. und 8. Januar mit 6 bis 8 Sonnenstunden unter Hochdruckeinfluss.

Stürmischer Wind mit Böen der Stärke 8 bis 10 Bft wehte vor allem am Monatsanfang, um die Monatsmitte und am Monatsende. Am heftigsten wehte der Wind im Bereich von Sturmtief BURGLIND, das am 3. Januar verbreitet Böen von 9 bis 10 Bft auslöste. Sturmtief FRIEDERIKE am 18. Januar war dagegen im Küstenbereich deutlich schwächer und brachte nur regional Böen der Stärke 8 bis 9 Bft.

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