Nordseeküstenbericht

Witterungsbericht Nordseeküstengebiete

Witterung November 2019

Im November setzte sich das überdurchschnittlicheTemperaturniveau der vorangegangenen Monate fort. Während meist Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen bestimmten, ließ sich die Sonne seltener blicken als im Mittel. Der Monat begann mäßig kalt bei Tageshöchsttemperaturen bis um 7 °C und gebietsweise leichtem nächtlichen Luftfrost. Doch mit Verlagerung eines Hochs nach Osten führten Tiefs aus Westen wieder mildere Luftmassen heran. Bereits am 2. November stiegen die Temperaturen tagsüber auf Werte bis um 15 °C und auch in den folgenden Tagen lagen die Tageshöchsttemperaturen im zweistelligen Bereich. Zudem sorgten die Tiefs ARNE I und ARNE II am 4./5. November insbesondere an der Ostsee für ergiebigen Regen. Weitere höhere Niederschläge lösten zwei aus dem zentralen Mittelmeerraum nach Skandinavien ziehende Tiefs am 16. und 18. November aus, diesmal insbesondere an der Nordsee. Mitgeführte mildere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum machten sich an diesen Tagen vor allem an der Ostsee bemerkbar. Gegen Monatsende bestimmte der ehemaligen Tropensturm SEBASTIEN das Wettergeschehen. Ex-SEBASTIEN zog am 28./29. November über die südliche Nordsee und Südschweden zum Baltikum und sorgte für stürmischen Wind. Während zunächst milde Luftmassen vom Atlantik herangeführt wurden, lenkte das Tief nach seinem Durchzug an seiner Westseite kalte Luft polaren Ursprungs nach Deutschland.

Die vergleichenden Angaben im Text beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961-1990.]

Nordsee

Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich weitgehend zwischen 5,5 und 7 °C. Damit war es bis zu 1 K wärmer als im vieljährigen Mittel. Die Tageshöchsttemperaturen erreichten im November meist Werte zwischen 5 und 11 °C. Nur in der wärmsten Phase, vom 2. bis 4. November, kletterten die Temperaturen bis auf Werte um 15 °C. Am kältesten war es am 1. und am 20. November, als gebietsweise die 5-Grad-Marke nicht überschritten wurde und es in den Nächten teils leichten Luftfrost gab. Mit meist bis zu 2 Frosttagen (Minimum der Lufttemperatur unter 0 °C) lag deren Anzahl unter den Erwartungswerten von bis zu 6 Tagen.

Im November fiel verbreitet 60 bis 130 mm Niederschlag. Damit ergaben sich gebietsweise Defizite von 20 %, während andernorts rund 30 % mehr Niederschlag als im Mittel registriert wurde. Zu den niederschlagsreichsten Tagen zählen der 16. und 18. November, an denen vielfach Tagessummen zwischen 10 und 20 mm bzw. 10 und 30 mm gemessen wurden.

Die Sonne schien vielfach für 30 bis 55 Stunden. Damit wurde das Soll meist um bis zu 45 % unterschritten.

Stürmischer Wind mit Böen der Stärke 8 Bft wehte zeitweise in der zweiten Monatsdekade. Am 28./29. November löste dann ex-SEBASTIEN Böen bis 10 Bft aus.


auszugsweise Abschrift - Text nicht verändert - Aktualisierung jeweils ab 05. d. Folgemonats