Nordseeküstenbericht

Witterungsbericht Nordseeküstengebiete

Witterung Juni 2020

Der Juni fiel an den Küsten durchweg wärmer aus als im Mittel 1961-1990, an der Nordsee verbreitet um mehr als 2 Grad. Während meist ein Plus an Sonnenschein zu verzeichnen war, schwankte das Niederschlagsaufkommen sehr stark zwischen hohen Defiziten und hohen Überschüssen. An den ersten Junitagen wurde es gebietsweise sommerlich mit Höchstwerten bis knapp 28 °C an der Nordsee. Tiefs im Bereich südliche Nordsee / westliche Ostsee sorgten dabei vom 3. bis 5. Juni für teils ergiebige Niederschläge. Mit einer auf Nordwest drehenden Strömung sank das Temperaturniveau etwas und die sogenannte Schafskälte machte auf sich aufmerksam. Vom 5. bis 11. Juni traten nur noch Höchstwerte bis um 20 °C auf und in den Nächten sanken die Temperaturen teils in den einstelligen Bereich. In der zweiten Monatsdekade wurde es wieder wärmer. Am 13. Juni hatte sich über Deutschland eine Tiefdruckrinne ausgebildet, in deren Bereich sehr feuchte, warme und instabile Luft wetterwirksam war. Dies führte zu teils schweren Gewittern mit Starkregen. In der letzten Monatsdekade setzte sich von Westen her Hochdruckeinfluss durch und es gab die erste Hitzewelle des Jahres. Die Temperaturen erreichten vom 24. bis 28. Juni Höchstwerte von 25 °C und mehr. Am 26. Juni stiegen sie an der Nordsee sogar bis knapp über 30 °C. Der Monat endete mit etwas kühleren Temperaturen. Dabei war es unbeständig mit Schauer und Gewittern.

 Die vergleichenden Angaben im Text beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961-1990.]

Nordsee

Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich zwischen 16 und 18 °C. Verbreitet war es damit um 2 bis 3 K wärmer als im vieljährigen Durchschnitt. Während der Hitzeperiode in der letzten Monatsdekade stiegen die Tagestemperaturen vom 24. bis 27. Juni verbreitet auf 25 °C und mehr. Am 26. Juni wurde gebietsweise sogar mit knapp über 30 °C ein heißer Tag registriert und in der Nacht zum 27. Juni gab es vereinzelt eine Tropennacht, in der das Minimum der Lufttemperatur nicht unter 20 °C sank. Während im Juni durchschnittlich bis zu 3 Sommertage (Maximum der Lufttemperatur von 25 °C und mehr) auftreten, waren es in diesem Jahr bis zu 9 Sommertage. Heiße Tage (Maximum der Lufttemperatur von 30 °C und mehr) gibt es nur selten. In diesem Jahr registrierten gleich mehrere Stationen einen heißen Tag.
Der Juni brachte verbreitet zwischen 35 und 75 mm Niederschlag. Örtlich fiel nur die Hälfte des vieljährigen Mittels, während in einigen Gebieten Überschüsse bis zu 20 % registriert wurden. Insbesondere vom 3. bis 5., am 13. und ab dem 27. Juni gab es örtlich Tagesniederschläge zwischen 10 und 20 mm.
Mit 200 bis 300 Sonnenstunden wurden die Sollwerte bis um 30 % überschritten.
Kräftiger Wind mit stürmischen Böen wehte nur selten. Die höchsten Böen von 9 Bft traten am 29./30. Juni auf.

Datenbasis : Deutscher Wetterdienst 
auszugsweise Abschrift - Text nicht verändert - Aktualisierung jeweils ab 05. d. Folgemonats